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Google Maps & Google StreetView ohne Einwilligung möglich

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Google Maps, einer der führenden Anbieter von Kartendienste, hat kürzlich eine bedeutende Änderung im Bezug auf die DSGVO eingeführt, die es ermöglicht, den Service ohne ausdrückliche Einwilligung zu nutzen.

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Google Maps & Google StreetView ohne Einwilligung möglich

Google Maps, einer der führenden Anbieter von Kartendienste, hat kürzlich eine bedeutende Änderung im Bezug auf die DSGVO eingeführt, die es ermöglicht, den Service ohne ausdrückliche Einwilligung zu nutzen. Doch warum ist das der Fall?

Rechtliche Grundlagen für diese Änderung

Ein entscheidender Aspekt ist die Mitgliedschaft von Google im Data Privacy Framework, einem Zusammenschluss von Unternehmen, die sich gemeinsam für Datenschutzstandards einsetzen. Durch diese Mitgliedschaft verpflichtet sich Google zu höchsten Standards im Umgang mit personenbezogenen Daten.

Darüber hinaus fordert Google auf, einen Auftragsdatenverarbeitervertrag (AVV) bei Benutzung der Kartendienste abzuschließen. Dieser Vertrag regelt die genauen Bedingungen, unter denen Google personenbezogene Daten verarbeitet. Es gibt Unternehmen die Sicherheit, dass ihre Daten gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen behandelt werden.

Google argumentiert, dass die Verwendung von Google Maps nun als berechtigtes Interesse betrachtet werden kann, was bedeutet, dass keine separate Zustimmung mehr erforderlich ist. Diese Änderung basiert auf verschiedenen rechtlichen Grundlagen und Vereinbarungen, die es Google ermöglichen, als Auftragsdatenverarbeiter zu agieren.

Zwecke der Verarbeitung und Rechtsgrundlage

Zweck der Verarbeitung: Auslieferung von Inhalten, die von Dritten bereitgestellt werden und Anzeige interaktiver Karten.
Die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung: ein berechtigtes Interesse, das die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen überwiegt (Art. 6 (1) f DSGVO). Berechtigte Interessen in diesem Zusammenhang: Interesse an einer nutzerfreundlichen Darstellung von Inhalten.

Die Entscheidung von Google, Google Maps als berechtigtes Interesse zu kennzeichnen, spiegelt auch die zunehmende Komplexität und das dynamische Umfeld des Datenschutzes wider. Die ständigen Änderungen in den gesetzlichen Vorschriften erfordern flexible Ansätze, um den Nutzern weiterhin einen reibungslosen Zugriff auf Dienste wie Google Maps zu ermöglichen.

Wir von legal web, reagieren auf solche Änderungen und passen unsere Produkte kontinuierlich an. Für unsere Kunden bedeutet dies DSGVO auf Autopilot.

Seit wenigen Tagen wird daher Google Maps nicht mehr im Popup zur Einwilligung angezeigt, da es keiner Einwilligung mehr Bedarf. Die dementsprechend notwendigen Texte sind bereits in der Datenschutzerklärung berücksichtigt.

Text der Datenschutzerklärung
Beim Zugriff auf manche Teildienste unserer Website werden zusätzliche personenbezogene Daten verarbeitet. Dabei verarbeitete Datenkategorien: technische Verbindungsdaten des Serverzugriffs (IP-Adresse, Datum, Uhrzeit, abgefragte Seite, Browser-Informationen) und Daten zur Erstellung von Nutzungsstatistiken. Zweck der Verarbeitung: Auslieferung von Inhalten, die von Dritten bereitgestellt werden und Anzeige interaktiver Karten. Die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung: ein berechtigtes Interesse, das die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen überwiegt (Art. 6 (1) f DSGVO). Berechtigte Interessen in diesem Zusammenhang: Interesse an einer nutzerfreundlichen Darstellung von Inhalten. Eine Übermittlung von Daten erfolgt: an den Auftragsverarbeiter Google Ireland Limited, Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland. Dies kann auch eine Übermittlung von personenbezogenen Daten in ein Land außerhalb der Europäischen Union bedeuten. Die Übermittlung der Daten in die USA erfolgt aufgrund Art. 45 DSGVO iVm der Angemessenheitsentscheidung C(2023) 4745 der Europäischen Kommission, da sich der Datenempfänger zur Einhaltung der Grundsätze der Datenverarbeitung des Data Pricacy Frameworks (DPF) verpflichtet hat. 

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Unternehmen und Organisationen nach wie vor in der Pflicht stehen, sicherzustellen, dass sie die Datenschutzbestimmungen einhalten. Die Möglichkeit, Google Maps ohne separate Einwilligung zu nutzen, bedeutet nicht, dass der Schutz personenbezogener Daten vernachlässigt werden kann.

Insgesamt zeigt diese Entwicklung, wie Technologieunternehmen versuchen, den Spagat zwischen Servicebereitstellung und Datenschutz zu meistern. Die Mitgliedschaft im Data Privacy Framework und die Möglichkeit, Auftragsdatenverarbeiterverträge abzuschließen, sind positive Schritte, die das Vertrauen der Nutzer stärken können.

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